4.3  Standard-Betriebsverfahren

               General operating procedures

 

Sobald man das Funkgerät am Boden oder im Flugzeug benutzt, ist man eine sogenannte "Station". Der Name deiner Station ist dein Flugzeug-Kennzeichen, nicht dein Wettbewerbskennzeichen! In Deutschland registrierte Flugzeuge haben ein Kennzeichen, das mit D ("DELTA") beginnt. Bei Segelflugzeugen folgt dann eine Kombination aus vier Ziffern und bei Motorseglern eine Kombination aus vier Buchstaben, beginnend mit K („Kilo“)

Auf den Flugplatzkanäle kann deutsch gesprochen werden, an manchen Plätzen auch englisch. Die Sprache des internationalen Flugfunks ist jedoch Englisch. Auf Instrumentenflug-Kanälen wie z.B. Frankfurt-Arrival, muss Englisch gesprochen werden.


Abb. 4.3.1  Funkgerät

Für Segelflugzeuge sind viele verschiedene Arten von Funkgeräten im Einsatz. Diese Funkgeräte können auf den Frequenzen des Luftfahrtbandes verwendet werden. Das ist der Frequenzbereich von 117,975 bis 137 MHz. Lies vor der Verwendung des Funkgeräts das Handbuch oder lasse dich von einem Ausbilder einweisen.

Jedes Funkgerät hat:

  • ein Display, das die gewählte Funkfrequenz/Funkkanal anzeigt: 
  • eine "Push-to-Talk-Taste" (PTT) am Steuerknüppel oder auf dem Armaturenbrett:
  • einen Lautstärkeregler und eine Squelch-Taste; 
  • Tasten, um die Funkfrequenz/Funkkanal zu ändern.

Die Sendetaste befindet sich normalerweise auf dem Steuerknüppel. Wenn man die Sendetaste drückt, wird der Empfänger geschlossen und der Sender geöffnet (Wechselsprechen. Gegensprechen wie am Telefon ist NICHT möglich). Zum guten Umgang mit dem Funkgerät gehört auch die Technik, mit der das Funkgerät bedient wird.

Vor dem Senden

Wenn du ein Headset mit Mikrofon verwendest, positioniere das Mikrofon so nah wie möglich am Mund, ohne das Mikrofon mit den Lippen zu berühren. 

Wenn du ein separates Mikrofon verwendest, halte deinen Mund während des Sendens nahe an das Mikrofon. Drehe deinen Kopf beim Sprechen nicht vom Mikrofon weg.

Prüfe immer, ob die richtige Frequenz/Kanal gewählt ist, und prüfe die Lautstärke, indem du den Rauschunterdrücker/Squelch (meist mit SQL bezeichnet) vorübergehend ausschaltest (Rauschsperre drücken).  Durch Ausschalten der Rauschsperre hörst du ein Rauschen. So kannst du hören, wie groß die Lautstärke ist. Du kannst die Rauschsperre auch ausschalten, wenn der Empfang aufgrund der großen Entfernung sehr schwach ist. Dadurch kannst du Signale empfangen, die sonst die Rauschsperren-Schwelle nicht passieren würden. 

Stelle sicher, dass du den Sender nur verwendest, wenn die Antenne angeschlossen ist. Wenn du ohne angeschlossene Antenne sendest, beschädigst du in der Regel das Funkgerät/Sender.

Denken, zuhören, drücken und dann sprechen

"Denke immer erst nach, bevor du sprichst!" Überlege zuerst, was du sagen willst, und drücke erst dann die Sendetaste. Bevor du dies tust, verfolge die Gespräche im Funk, damit du nicht anfängst zu senden, während jemand noch nicht geantwortet hat. 

Sprich in normaler Lautstärke und in normaler Geschwindigkeit. 

Drücke die Sendetaste vollständig, bevor du zu sprechen beginnst. Dadurch wird der Verlust von wichtigen Informationen verhindert. 

Sprich deine Nachricht so deutlich wie möglich und lasse dann die Sendetaste los. Wenn du die Sendetaste drückst und gleichzeitig zu sprechen beginnst, kann der Empfänger das erste Wort nicht hören. Also erst voll drücken und dann reden.

Beispiel für schlechte Kommunikation

Kurz vor der Landung rief der Startleiter, der sah, dass die LS4 links von der ASK 21 landen wollte, über Funk, dass die ASK nicht seitlich rausrollen sollte. Der Fluglehrer verstand: "seitlich rausrollen" und lenkte nach der Landung nach links. (Siehe auch Kap. 4.0)

Nach dem Senden

Lasse die Sendetaste erst los, wenn du den Sendevorgang beendet hast.

Nachdem du eine Nachricht gesendet hast, warte mindestens 10 Sekunden, bevor du sie wiederholst. Dadurch werden unnötige Funksprüche vermieden, weil die empfangende Station einige Zeit benötigt, um auf den ersten Ruf zu reagieren.

Wenn du keine Antwort auf deinen Anruf erhältst, prüfe, ob du die Lautstärke des Funkgerätes aufgedreht hast.

Wenn du eine Nachricht nicht verstanden hast, sage es („Wiederholen Sie…“). Fange nicht an zu raten, was es sein könnte.

Funkdisziplin

Was Funkdisziplin ist (oder besser gesagt, nicht ist), wird dir inzwischen klar sein. An thermischen Tagen wirken einige der Segelflugfrequenzen wie eine Quasselstrippe. Viele Piloten empfinden das Geplapper am Funkgerät als so störend, dass sie, um sich auf das Thermikfliegen konzentrieren zu können, das Funkgerät sehr leise stellen oder ganz ausschalten. Dann sind sie nicht erreichbar und das kann für den Flugverein sehr ärgerlich sein. In manchen Lufträumen ist das Mithören bestimmter Frequenzen, also ständige Erreichbarkeit, auch vorgeschrieben. Halte dich an die Funkdisziplin und nutze das Funkgerät nur für notwendige Durchsagen - kurz und bündig - gemäß den Regeln.

Internationale Notruffrequenz

Die Frequenz 121,500 MHz ist die internationale Notfrequenz. Viele Sender und Behörden hören auf dieser Frequenz mit. Dieser Kanal muss für Notrufe frei bleiben. Stelle sicher, dass du bei der Überprüfung deines Funkgeräts zuerst prüfst, auf welche Frequenz es eingestellt ist, bevor du die Sendetaste drückst!

Luftfahrzeugregistrierungen

Flugzeugkennzeichen werden manchmal vom Fluglotsen abgekürzt. Wenn du zum Beispiel mit dem Rufzeichen D-1234 rufst, darf der Fluglotse/Flugleiter abkürzen "D-34". Nur wenn der Fluglotse/Flugleiter dies tut, darfst du auch dieses abgekürzte Rufzeichen für Funkkontakte mit der Station verwenden. Nach jedem Frequenzwechsel musst du wieder dein komplettes Rufzeichen erneut verwenden. Du darfst jedoch nie das abgekürzte Rufzeichen selbstständig als erster verwenden.

Kommunikation Windenstart

Beim Starten mit der Winde verwenden wir Worte, Zeichen und Gesten. Um Missverständnisse zu vermeiden,wird diese Kommunikation gemäß SBO benutzt (Download PDF):

(https://www.daec.de/fileadmin/user_upload/files/2021/Sportarten/Segelflug/SBO_20210131.pdf)

Unten siehst du ein Beispiel für den Windenstart und darunter das des Flugzeug-Schleppstarts.

Wenn der Pilot des Segelflugzeugs startbereit ist, hebt er den Daumen. Dies ist das Signal für den Flächenhalter, dass er startbereit ist. Wenn der Pilot den Start trotzdem abbrechen will, muss er das Windenschleppseil ausklinken.

Die Flächenhaltenden

Normalerweise ist die Person, die das Windenseil einklinkt, auch der Flächenhalter (sogenannter „Flächenmann“), der die Windenstartkommandos auslöst. Er wartet, bis der Pilot den Daumen nach oben streckt. Das ist das Zeichen, dass das Segelflugzeug startbereit ist. Der Flächenhalter sollte auch prüfen, ob das Transportrad/Spornkuller entfernt ist. Er sollte auch noch einmal prüfen, ob ein sicherer Start möglich ist.

Fliegen keine Segelflugzeuge über der Winde? Ist die Landebahn frei? Gibt es keine landenden/anfliegenden Segelflugzeuge/Flugzeuge?

Dann hebt der Flächenhalter den Arm senkrecht hoch. 

Mittels betriebssicherer Sprechverbindung nimmt der Start-Helfer/Startleiter Kontakt mit der Winde auf.

Wenn der Flächenhalter etwas übersehen hat und das Signal zum Anziehen bereits gegeben wurde, sollte er laut mehrmals "Halt Stopp! Halt Stopp!“ rufen. (nur so lange das LFZ noch am Boden ist!) Dies meldet der Startleiter auch an die Winde weiter. 

Das Windenseil ist erst straff, wenn das Flugzeug leicht nach vorne rollt.

Wenn das Windenseil straff ist, ruft der Flächenhalter "Seil Straff!" und senkt den Arm in die Waagrechte. Dies wird an die Winde durchgegeben. Die Winde wird nun beschleunigen und der Flächenhalter läuft so lange wie möglich mit. Der Flügel ist so freizugeben, dass der Pilot nicht ausgleichen muss

Der Startleiter

Der Startleiter beobachtet den gesamten Flugbetrieb und ist an einer Stelle, an der er einen guten Überblick über startende und landende Flugzeuge hat. Sobald ein Flugzeug startklar ist, schaut er auf die gleichen Punkte, auf die auch der Flächenhalter schauen soll. Er prüft insbesondere, ob der Startbereich, der Luftraum und der Landebereich für einen sicheren Start frei sind. Sobald der Flächenhalter seine Hand hebt, wird der Startleiter die Winde anrufen. Der Kontakt wird so lange wie möglich gehalten. 

Ein Beispiel für einen guten Telefonanruf ist: "Winde, ASK 13 doppelsitzig startklar, Nordseil anziehen". Wenn das Windenseil straff ist, sagt er: "Seil straff", wenn das Flugzeug losrollt, sagt er „Fertig“. Sollte der Start am Boden abgebrochen werden, ruft er "Halt Stopp, Halt Stopp, Halt Stopp", bis die Winde aufgehört hat zu schleppen. 

Als nächstes kommt nach dem Abheben das Kommando „Frei“.

Die Kommunikation mit einem Walkie-Talkie ist weniger sicher als mit Telefon. Deshalb wird auf den vielen Segelflugplätzen ein Telefon zur Winde benutzt.

Muss der Start abgebrochen werden, erlischt auch das Windenblinklicht. Berühre das Windenseil nicht, bevor das Windenblinklicht erloschen ist. Der Windenfahrer muss die Winde ausgekuppelt haben, damit das falsche Windenseil nicht versehentlich aufgespult werden kann.

 

Abb. 4.3.2  Windenstart

Der Windenfahrer

Der Windenfahrer folgt der oben beschriebenen Vorgehensweise. Jeder Kontakt mit dem Startbereich während des Starts sollte so sachlich wie möglich gehalten werden. Während des Starts beobachtet der Windenfahrer genau das Abheben des Segelflugzeuges und den Steigflug.

Windenschleppgeschwindigkeit zu langsam: 

Wenn du nicht mit der richtigen Geschwindigkeit geschleppt wirst, solltest du Zeichen geben bzw. über Funk melden. Beim Windenstart müssen die Tragflächen das Gewicht des Flugzeugs plus die Kraft, die das Windenseil auf das Flugzeug ausübt, mit nach oben bewegen. Es wird deutlich mehr Auftrieb als beim normalen Fliegen benötigt. Ein höherer Auftrieb wird sowohl durch die Vergrößerung des Anstellwinkels als auch durch eine höhere Fluggeschwindigkeit erzeugt (der Auftrieb steigt im Quadrat zur Geschwindigkeit).

Beim Windenstart fliegst du mit einer höheren Geschwindigkeit, als normalerweise beim Thermikfliegen. Für viele Kunststoff-Doppelsitzer ist eine Geschwindigkeit zwischen 100 km/h und 120 km/h eine gute Windenschleppgeschwindigkeit. Schaue im Flugzeughandbuch nach, um die ideale Geschwindigkeit für den Windenstart zu ermitteln. Diese Geschwindigkeit wird auch auf einem Aufkleber auf dem Fahrtmesser angezeigt. Achte besonders auf die Mindestgeschwindigkeit für den Windenstart! Das Zeichen für zu niedrige Schleppgeschwindigkeit ist, die Flugzeugnase deutlich zu senken und mit dem Seitenruder zu wackeln. Der Windenfahrer sieht dies und merkt es am Geräusch des Windenmotors und wird mehr Gas geben. Wenn die Geschwindigkeit zunimmt, nimm die Nase langsam nach oben

Windenschleppgeschwindigkeit zu hoch:

Bewege bei zu hoher Windenschleppgeschwindigkeit das Querruder mehrmals mit geringem Ausschlag nach links und rechts, bzw. melde über Funk. Dabei ziehst du weniger stark am Steuerknüppel, um einen Bruch zu vermeiden. Die Flügel sollten deutlich nach oben und unten gehen, aber du solltest verhindern, dass du eine Kurve einleitest. Wenn der Windenfahrer nicht auf dein Zeichen reagiert, solltest du ausklinken (in sicherer Höhe).

Kommunikation Flugzeug-Schleppstart

Es ist wichtig, dass der Startleiter den Startvorgang verfolgt, um einen sicheren Start zu unterstützen. Für den Flugzeugschlepp wird das Schleppseil in der Bugkupplung (wenn vorhanden) befestigt. Der Flächenhalter gibt die gleichen Zeichen wie beim Windenschlepp (siehe Abschnitt 4.4.1.). Der Schleppbetrieb ist entsprechend den örtlichen Regeln durchzuführen. Normalerweise hat das Schleppflugzeug einen Spiegel, mit dem er die Anweisungen des Flügelhalters und das Segelflugzeug sehen kann. Eine gängige Methode ist die mit einem Einweiser, der dem Schlepppiloten Zeichen und Anweisungen gibt. Die empfohlene Schleppmethode ist die Marshaller-Methode und funktioniert wie folgt  

                      Abb. 4.3.3  Zeichen beim Start eines Schleppzuges

 

Diese Zeichen sind nicht an allen Segelflugplätzen in allen Ländern gleich. Erkundige dich vor dem Flug nach den örtlichen Regeln.

Üblicherweise kommunizieren auch das Segelflugzeug und das Schleppflugzeug per Flugfunk miteinander.

 

Abb. 4.3.4  Zeichen des Schleppflugzeuges

 

Schleppzeichen: Schlepppilot kann den Schleppvorgang nicht fortsetzen 

Wenn das geschleppte Flugzeug in ungewohnter Höhe deutlich zu taumeln (hin und her zu rollen) beginnt und dies nicht durch Turbulenzen verursacht wird, solltest du sofort ausklinken. Wenn dies in einer Höhe unter 75 Metern geschieht, versuche, in Flugrichtung oder nur gering abweichend davon (keine Umkehrkurve!) zu landen. 

Das Trennungszeichen für ein normalen Schlepp ist genau gleich wie oben

 

Abb. 4.3.4  Zeichen mit dem Seitenruder 

Schleppzeichen: etwas stimmt nicht mit dem Flugzeug 

Segelflugzeug und Schleppmaschine sind in Funkkontakt. Wenn etwas nicht in Ordnung ist, kann es sofort gemeldet werden. Besteht kein Funkkontakt zwischen den beiden und der Schlepppilot sieht z.B., dass die Bremsklappen geöffnet sind, bewegt er das Seitenruder in schneller Folge hin und her. Dies ist das Zeichen, dass etwas mit dem Segelflugzeug nicht stimmt.

 

Abb. 4.3.5  Zeichen des Segelflugzeuges

 

Schleppzug: Es ist nicht möglich, die Schleppverbindung zu trennen.

Mache Rollbewegungen mit den Flügeln (wackeln) und öffne vorsichtig die Klappen, um dem Schlepppiloten anzuzeigen, dass das Schleppseil nicht ausgeklinkt werden kann und melde es über Funk. Der Schlepppilot schleppt dich dann zurück zum Flugplatz und klinkt dort das Seil am Schleppflugzeug aus oder kappt es (im Extremfall muss eine Schlepplandung durchgeführt werden).

Kommunikation beim Selbststart/Eigenstart

Beim Start mit einem Selbststarter sind die Abläufe wie im Flughandbuch des jeweiligen Flugzeugs beschrieben. An einem Flugplatz, an dem Mischflugbetrieb stattfindet (z.B. an einem Verkehrslandeplatz), sollte dies vor dem Flug mit dem Startleiter oder der örtlichen Flugplatzbehörde besprochen werden. Konsultiere immer zuerst das AIP (Flugplatz-Handbuch Band 3).

Wenn kein Startleiter oder keine Flugleitung anwesend ist (Sonderform „Fliegen ohne Flugleiter“), vergewissere dich, dass niemand im Landeanflug ist und der Luftraum frei ist. Höre also genau auf den Funkverkehr. Empfehlung Blindmitteilung senden, z.B. xx-Info die D-Kxxx startet auf der Piste 25.

Kommunikation mit einem Fluginformationsdienst (FIS)/ Fluglotsen:

In Deutschland musst du zum Funken in einem Luftraum, in dem eine Flugfreigabe notwendig ist mindestens im Besitz des Beschränkt Gültigen Flugfunkzeugnisses II (BZF II) sein. Bei Flügen außerhalb des Flugplatzverkehrs kannst du als VFR-Pilot jederzeit mit dem Fluginformationsdienst (Flight Information Services (FIS) (siehe 4.2.1.) Kontakt aufnehmen. Die FIS informiert über alle Dinge des aktuellen Luftverkehrs, Wetter und nimmt Flugpläne und Flugplan-Änderungen entgegen.

Kommunikation in der Platzrunde und zur Landung:

Während einer normalen Segelflug-Platzrunde verwenden wir nur die absolut notwendige Kommunikation. Nach dem "Gegenanflug-Check" ist es üblich, dass man ankündigt, dass man im Gegenanflug ist. Du kannst das auf folgende Weise tun: "D-1234, Gegenanflug Piste 07". Der Begriff "Gegenanflug" gibt deine Position in der Platzrunde an. Unten siehst du eine Abbildung der verschiedenen Teile der Platzrunde.

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 Abb. 4.3.6. Platzrunde - Linksplatzrunde

 

Dies ist eine Linksplatzrunde:

Die verschiedenen Teile einer Platzrunde werden als "Legs" bezeichnet. Auf einigen Flugplätzen werden gleichzeitig eine Rechts- und eine Linksplatzrunde verwendet, um die Segelflugzeuge von den Motorflugzeugen zu trennen. Wir unterscheiden die folgenden Legs: 

  • Abflugstrecke (Gegenwind),
  • Querabflug 
  • Gegenanflug
  • Queranflug 
  • Endanflug

Die Standardrichtung einer Platzrunde ist linksherum. Wird die Platzrunde rechtsherum geflogen, meldet man den „rechten Gegenanflug“ und den „rechten Queranflug“!

Auf den meisten Segelflugplätzen in Deutschland meldet der Segelflugpilot im Gegenanflug querab der Landestelle „D-1234 Position zur Landung Piste 07 (bzw. die entsprechende Pistenrichtung).“

Es erhöht die Sicherheit, über Funk zu melden, dass du dich im Gegenanflug befindest. Das gilt vor allem auf Flugplätzen mit gemischtem Verkehr, an denen auch Motorflugzeuge, UL oder Hubschrauber fliegen, die den Begriff „Position“ für den Beginn des Landeanflugs vielleicht nicht kennen. Du gibst dann einen „Positionsmeldung“ ab. Möglicherweise befinden sich noch weitere Flugzeuge in der Platzrunde, die du nicht gesehen hast. Der Startleiter kann dann besser beurteilen, ob es sicher ist, zu landen und zu starten. Dies erhöht das Situationsbewusstsein aller Beteiligten 

Wenn du einen fremden Flugplatz anfliegst, ist es notwendig, vorher die AIP zu konsultieren. Dort sind die Flugplatzgegebenheiten, die Funkfrequenzen/-kanäle, Platzrunden und sonstige Besonderheiten zu erkennen.

Auch wird dort informiert, ob an dem Flugplatz z.B. Fallschirmsprünge oder Instrumentenanflüge stattfinden können. Es ist wichtig, die Anweisungen im AIP sehr genau zu beachten, um sich nicht gegenseitig in die Quere zu kommen. Was man dabei alles im Funk beachten muss, lernt man bei einem VFR-Sprechfunkkurs.