4.2.2  Sprechfunk bei VFR-Flügen an kontrollierten Flugplätzen

VFR Communication at controlled airfields

 

Flugsicherungsstellen sind an ihrem Namen zu erkennen. Rufzeichen wie „Radar“, „Turm“ oder „Rollkontrolle“ weisen darauf hin, wie zum Beispiel "Augsburg Turm". 

Wenn du eine Boden- oder Luftfunkstelle ansprechen möchtest, kannst du dich (nach deinem Einleitungsanruf) an folgendem Muster orientieren:  

  • eigenes Rufzeichen
  • Flugzeugtyp 
  • Position, an der du dich befindest
  • Flughöhe
  • deine Absicht/Nachricht

Im folgenden Beispiel sehen wir ein Segelflugzeug mit der Registrierung D-1234, das sich etwa 4 Kilometer westlich von Augsburg in einer Höhe von ca. 1000 Metern befindet und wegen schlechten Wetters die Kontrollzone nicht umfliegen kann. Es würde daher gerne den südlichen Teil davon durchfliegen. Denke daran, dass das nicht ohne Freigabe geht.

Erstanruf:

 Abb. 4.2.2.1 Abb. 4.2.2.1  Erstanruf

 

Unmittelbar danach gibst du deinen Flugzeugtyp, deine Position und Flughöhe, und deine Absicht an:

D-1234, Segelflugzeug ASK21, 5 Meilen westlich der Stadt Augsburg in 3000 (drei tausend) Fuß, erbitte Durchflug durch ihre Kontrollzone von West nach Ost, südlich des Flughafens in Richtung Friedberg zwischen 3000 und 2500 Fuß wegen Wetter.

 

Deine Meldung sieht dann so aus:

  Abb. 4.2.2.2Abb. 4.2.2.2  Meldung des Vorahnens

 

In unserem Beispiel sind folgende Anworten von Augsburg Turm möglich:

  • eine Genehmigung (Freigabe),
  • eine Ablehnung ("negativ" oder "unable")
  • oder, wenn der Lotse beschäftigt ist, wirst du mit der Aufforderung "Standby" in die Warteschleife gelegt.

 Abb. 4.2.2.3Abb. 4.2.2.3  Genehmigung/Ablehnung

 

Lies die Nachricht unmittelbar wie folgt zurück:

 Abb. 4.2.2.4Abb. 4.2.2.4  Bestätigung

 

Freigaben, Anweisungen, Transpondercodes wie "Squawk 2345" und Funkfrequenzen müssen ganz zurückgelesen werden. Aufforderungen wie „melden Sie XY“ können auch mit „WILCO“ (will comply) bestätigt werden.